DHEA

 

 

Das Jungbrunnenhormon 

DHEA (Dehydroepiandrosteron) ist ein Steroidhormon, das hauptsächlich von den Nebennieren produziert wird. Von allen Steroidhormonen des Menschen zeigt DHEA die höchste Konzentration in der Jugend, verglichen mit dem starken Abfall im Laufe des Alterns. Vielfach lässt sich im Alter zwischen 60 und 80 Jahren nur noch eine Konzentration von 10 bis 20 % im Vergleich zur Jugend messen.

 

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Was zum DHEA-Mangel führt

Im Alter von 40 Jahren liegt der DHEA-Spiegel bereits bei nur noch bei 50 %. 60-Jährige haben im Vergleich zu jungen Menschen nur noch ein Fünftel der Menge an DHEA im Blut. Bei Nebennierenrinden-Insuffizienz, bei Autoimmunerkrankungen, unter Immunsuppression und bei chronischen Intensivpatienten sind die DHEA-Plasmakonzentrationen ebenfalls erniedrigt. Bei Rauchern oder Ex-Rauchern findet sich häufig relativ wenig DHEA im Blut. Auch dauerhafter Stress stört den DHEA-Haushalt maßgeblich. In Stress-Situationen produziert der Körper übermäßig viel Cortisol, wodurch die DHEA-Produktion abnimmt. Weitere Faktoren, die sich negativ auf den DHEA-Haushalt auswirken, sind starkes Übergewicht, falsche Ernährung, einige Arzneimittel sowie Tumorerkrankungen.

Das ist insofern problematisch, da DHEA nach Bedarf vom Körper in zahlreiche andere Hormone umgewandelt wird. Zwei der wichtigsten Hormone, die aus DHEA entstehen, sind Testosteron und Östrogen. Außerdem verhindert DHEA Herzkrankheiten, Prostatakrebs bei Männern und beugt Osteoporose sowie Brustkrebs bei Frauen vor.

 

Vielzahl von positiven Einsatzmöglichkeiten

Wegen seiner besonderen Wirkweise ist für das Hormon eine Vielzahl von klinischen Einsatzmöglichkeiten denkbar. Studien zeigen z. B., dass DHEA stress- und altersbedingten Ermüdungserscheinungen des Körpers entgegenwirkt. Zudem stimuliert DHEA das Immunsystem, stabilisiert den Zuckerstoffwechsel und wirkt Wechseljahresbeschwerden entgegen. DHEA führt daneben zu einer deutlichen Senkung des Schlaganfall- und Infarktrisikos – durch Verhinderung von Blutverklumpungen. Auch im Rahmen von Gewichtsreduktion besitzt es positive Eigenschaften. Denn DHEA besitzt die Fähigkeit, den Fettabbau zu verbessern, die Muskelmasse zu erhöhen sowie die Knochenneubildung zu stimulieren und den Knochenabbau zu hemmen.

Besonders wesentlich ist auch ein Aspekt: Vor der Menopause werden 50 bis 75 % der Östrogene und nahezu alle männlichen Hormone aus DHEA hergestellt, nach der Menopause auch die Östrogene zu nahezu 100 %. Man bezeichnet DHEA heute sogar vielversprechend als »Pille der Jugend« oder »Jungbrunnenhormon«.

 

DHEA-Substitution

In der Schlosspraxis Dres. Schlünzen beobachten wir nach der Verabreichung von DHEA meist einen signifikanten Anstieg des allgemeinen körperlichen und psychischen Wohlbefindens unserer Patienten. Sie berichten von besserem Schlaf, mehr Leistungskraft, der Steigerung der Libido sowie von besserer Laune und deutlich mehr Belastbarkeit in stressigen Situationen. Die Gabe von DHEA geht auch oft einher mit einer verbesserten Gedächtnisleistung. Studien zeigen, dass Menschen mit hohem DHEA-Spiegel fast nie an Alzheimer und Parkinson erkranken.

Viele gute Gründe, warum ein DHEA-Spiegel, wie ihn natürlicherweise 25- bis 30-Jährige aufweisen, sehr erstrebenswert ist. Die Substitution sollte anhand der Blutwerte angepasst werden und die Blutkonzentration von DHEA muss in der Therapie nach etwa vier Wochen kontrolliert werden.