Stressmedizin & VNS

Stress die größte Gesundheitsgefahr unseres Jahrhunderts

Die Weltgesundheitsorganisation hat Stress als die größte Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts eingeordnet. Bedauerlicherweise scheint diese Erkenntnis in unseren Köpfen – und vor allem in vielen Arztpraxen – noch nicht angekommen zu sein! Dabei leidet in Deutschland bereits jeder Dritte dauerhaft unter stressbedingten Symptomen. Erkrankungen wie Tinnitus, Hörsturz oder Migräne, aber auch Bluthochdruck, Rückenschmerzen, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes mellitus oder Erschöpfungssyndrome befinden sich stark auf dem Vormarsch. Sie alle können mittelbar oder unmittelbar auf zu viel Stress zurückgeführt werden.

Stress – natürliche Reaktion auf Abwegen
Stress ist normalerweise nichts Negatives, sondern eine natürliche Reaktion, mit welcher der Körper gut umgehen kann. Vorausgesetzt, er bekommt zum Ausgleich ausreichend Erholungsphasen. Denn Stress versetzt den Körper in höchste Alarmbereitschaft. Und zwar vollautomatisch. Diese Vorgänge werden vom vegetativen Nervensystem gesteuert. Als oberste Schaltzentrale reguliert es die Körperfunktionen, um die Balance von körperlicher Anspannung über das Sympathikus-Nervensystem und Entspannung über das Parasympathikus-Nervensystem herzustellen. Das vegetative Nervensystem kann nicht willentlich von uns beeinflusst werden. Chronischer Dauerstress mit stets ungesunden Langzeitfolgen entsteht somit vor allem dann, wenn das Gehirn in dauernder Hyperaktivität („Gedankenkarussell“) – bei entsprechend hohem Energiebedarf – gehalten wird. 

 

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Warum Dauerstress krank macht

Die aktuelle Hirn- und Stressforschung hat schon längst den krankmachenden und lebensverkürzenden Charakter von Stress belegt. So ist man sich seit einigen Jahren einig, dass ca. 90 % der chronischen Zivilisationskrankheiten durch Dauerstress verursacht werden. Bereits heute sind 70 % aller Krankschreibungen die Folge stressbedingter Überlastung. In einer solchen Situation kommt es im Cortisolgedächtnis des Gehirns zu einer entscheidenden Umstellung. Die Regulation des Stresshormons funktioniert nicht mehr richtig. Das Sympathikus-Nervensystem läuft permanent auf Hochtouren. Daraus resultiert eine chronische Überaktivierung der Stressachse. Die Liste der möglichen Folgen ist lang:

Übergewicht

Diabetes mellitus Typ 2

erhöhte Infektanfälligkeit

Stress-Bauch

Metabolisches Syndrom

Konzentrationsstörungen

Bluthochdruck

koronare Herzkrankheit

Gedächtnisprobleme

gestörte Glukosetoleranz

Osteoporose

Angst- und Panikattacken

Insulinresistenz

Muskelatrophie

Stressdepression

allergische Erkrankungen

Reizdarm

Schwindel

Nervosität

Erektionsstörungen

rheumatoide Arthritis

Fibromyalgie

Schlafstörungen

Burn-out

 

Volksleiden Stress

Auch die Zahl der stressbedingten Herz-Kreislauf-Erkrankungen weltweit steigt rapide an. Mehr als vier Millionen Menschen in Europa sterben jährlich an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Der plötzliche Herztod ist für jährlich etwa 150.000 Todesfälle verantwortlich. Daneben leidet mittlerweile fast jeder zweite Europäer an Bluthochdruck und rund 60 Millionen an Diabetes. Diese Patienten gelten in Hinblick auf Herzinfarkt und/oder Schlaganfall als extrem stark gefährdet. Die Tendenz der Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeigt weiter nach oben. So wird prognostiziert, dass alleine in Deutschland aufgrund des demografischen Wandels die 300.000 Herzinfarkt-Neuerkrankungen pro Jahr bis zum Jahr 2050 nochmals um 75 % ansteigen werden. Die Zahl der jährlichen Schlaganfälle von 200.000 soll sich demnach um 62 % erhöhen. Diese Zahlen sprechen eine klare Sprache. Zeit, präventiv dagegen vorzugehen!

Nur kein Stress?
Gut gemeinte Ratschläge wie „Fahren Sie öfter mal in den Urlaub“ oder „Sie müssen Verantwortung loslassen“ sind wenig zielführend – das weiß jeder Betroffene. Unser Präventivprogramm setzt deshalb an einer ganz anderen Stelle an. Denn Ihren Stress und hohe Alltagsbelastungen können wir nicht abschalten – genauso wenig wie Sie. Was wir können, ist, Sie dabei unterstützen, mit Stress und seinen Folgen deutlich besser umzugehen. Es geht darum, mehr Resilienz und damit mehr Widerstandskraft zu entwickeln. Damit Sie am Ende sagen können: „Stress? Kenn ich nicht. Ich bin einfach nur gut beschäftigt!“

 

Stressanamnese wie gestresst sind Sie wirklich?

Mittels modernster Stressdiagnostik stellen wir im ersten Schritt fest, inwieweit Ihre Beschwerden stressbedingte Ursachen aufweisen. Die Erhebung einer ausführlichen Anamnese ist von herausragender Bedeutung. Es ist unnötig, zu sagen, dass nur eine ursachenorientierte Therapie auch wirkliche Erleichterung verspricht.

Die richtigen, wichtigen Blutwerte
Patienten mit chronischer Stresserkrankung weisen i. d. R. ein völlig unauffälliges Standardlabor auf. Erst bei tiefergehender Labordiagnostik lässt sich eine Vielzahl charakteristischer Befunde erkennen. Darum geben wir uns mit dem Standard nicht zufrieden. Für Sie sehen wir sehr viel genauer hin und nehmen die richtigen Blutwerte!

Herzratenvariabilität
Daneben liefert uns die Kontrolle Ihrer Herzfrequenzvariabilität (HRV) per VNS-Analyse wertvolle Hinweise. Dieser sogenannte VNS-Stresstest dauert wenige Minuten und ist so einfach wie Blutdruckmessen. Er macht vorhandene oder sich anbahnende stressbedingte Erkrankungen sichtbar – bereits dann, wenn andere Untersuchungsergebnisse noch unauffällig sind. Umfassende Blutanalysen ergänzen unsere Diagnostik und ermöglichen eine aussagekräftige Beurteilung über das Ausmaß Ihrer persönlichen Stressbelastung.

Stress rechtzeitig abbauen!
Die gründliche Präventivdiagnostik führt uns dann unmittelbar zur individuellen Therapie- bzw. Präventivplanung! Ziel ist es, durch entsprechende Maßnahmen die Balance zwischen Anspannung und Entspannung und damit die unzureichende Aktivierung Ihres Parasympathikus wieder auszugleichen.

 

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Das Anti-Stress-Programm nach Dr. med. Schlünzen für ein entspanntes Leben:

  1. Vitalstoffe nach Maß
    Dauerstress sowie ein permanent erhöhter Pegel des Stresshormons Cortisol zehren an den Vitalstoffreserven des Körpers. Sie bringen die gesamte Körperregulation sowie das Wech-selspiel der Hormone durcheinander. Dazu gehören u. a. die Bildung der Stress-Gegenspieler Dopamin, Serotonin, Melatonin, DHEA.Wir stellen fest, welche Substanzen Ihrem Körper fehlen, und versorgen Sie damit. Die zugeführten Vitalstoffe bringen Ihren Mineralstoffhaushalt wieder ins Gleichgewicht und lindern zusätzlich den oxidativen Stress im Körper. Denn nur ein optimal versorgtes Körpersystem kann sich auch optimal gegen Stress wehren.

  2. Infusionen für ihren Vagusnerv
    Der Vagusnerv ist einer der großen Hirnnerven und reicht bis in den Darm hinein. Er ist der größte Nerv im Parasympathikus-Nervensystem und damit ein genialer Ruhe-, Antientzündungs-, Antistress-, Antidepressions- und Antikrebsnerv. Er erweitert die kleinen und kleinsten Blutgefäße bis in den letzten Winkel Ihres Körpers und schützt Sie damit vor chronischen Entzündungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Hörsturz, Tinnitus und sogar vor Krebs. Mit speziellen Infusionen konzentrieren wir uns darauf, über den Vagusnerv den „schlafenden“ Parasympathikus als Gegenspieler zu Ihrem hyperaktiven Sympathikus zu aktivieren. Die Mischinfusionen beinhalten wertvolle Substanzen, wie z. B. die Antioxidantien L-Glutathion und Taurin, das antientzündliche Procain, das „Salz der inneren Ruhe“ Magnesium etc.

  3. Stress wegatmen
    Auch über die Atmung lässt sich der Vagusnerv wunderbar stimulieren. Die Atmung gehört zum vegetativen Nervensystem. Unter Dauerstress atmen Menschen zu flach und gehetzt. Tief durchatmen hilft enorm, die Spannung abzubauen. Wir bringen Ihnen bei, diese gezielte Atemkontrolle zu institutionalisieren. Mit 30 Minuten Pranayama-Atmung bzw. Vagusatmung pro Tag bringen Sie Ihren Vagusnerv und damit den Parasympathikus wieder auf Trab. Wer bewusst darauf achtet, kann Stress besser bewältigen. So einfach es klingt – die Wirkung ist enorm!

  4. 100 % Zellenergie
    Die dritte Stufe besteht darin, die Membranen der Zellen und Mitochondrien – das sind Kraftwerke Ihrer Zellen – zu reparieren sowie alte, nicht mehr arbeitsfähige Mitochondrien zum Absterben zu bringen. Sie werden durch neue, voll leistungsfähige Mitochondrien ersetzt. Für volle Power in Ihren Organen und Ihrem Gehirn!

  5. Ernährungsumstellung
    Keine Zeit zum Kochen: Wer unter Stress steht, der ernährt sich meist auch unausgewogen und ungesund. Fastfood, Süßigkeiten, Kaffee, Aufputschgetränke sowie Nikotin und Alkohol verstärken die Folgen der hohen Stressbelastung. Raus aus dem Stress heißt daher auch immer: Ernährungsumstellung. Vor allem auf die schnell ins Blut schießenden Kohlehydrate sollten Sie verzichten. Greifen Sie statt zum Schokoriegel lieber zu einer Hand voll Walnüssen. Denn gesunde Fette und Öle sind ebenso wichtig wie viel Gemüse und wenig tierische Proteine.

  6. Achtsamkeitsarbeit
    Mit Achtsamkeitsübungen wie Tai-Chi oder Qigong gewinnen Sie die notwendige geistige Distanz zu den quälenden, stresserzeugenden Gedanken. Sie sind eng verbunden mit be-wusster Atmung und bringen Ihr Gehirn wieder nach und nach in einen Zustand der Ruhe. Die chronische Hyperaktivität und chronische Stressreaktionen lassen nach. Solche Übungen sollten nicht nur übergangsweise angewendet, sondern als lebensbegleitende Wohlfühlfaktoren betrachtet werden.

Durch unsere Prävention bleiben Sie stark – trotz Stress!